Häufige Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf einige häufig gestellte Fragen rund um die kindliche Zahngesundheit und den Besuch in unserer Praxis:

Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie mit ihm zur Zahnärztin gehen, aber machen Sie keinen „Wirbel“ darum. Sie können ihm dazu beispielsweise Folgendes erklären: „Die Zahnärztin schaut nach, wie viele Zähne du schon hast und ob es deinen Zähnen gut geht.“ Das reicht häufig bereits aus. Auf Nachfragen können Sie außerdem sagen: „Die Zahnärztin kennt sich mit Zähnen sehr gut aus. Wenn ein Zahn kaputt ist, kann sie ihn wieder reparieren. Wie sie das genau macht, kann sie dir am besten selbst erzählen.“ Motivieren Sie Ihr Kind ruhig, uns Fragen zu stellen, wir beantworten sie ihm gerne.

Vermeiden Sie Aussagen mit „nicht“, zum Beispiel: „Das ist nicht schlimm!“, „Das tut nicht weh!“. Wie die Hirnforschung zeigte, hat das menschliche Gehirn Schwierigkeiten damit, Verneinungen zu verarbeiten. Bei Kindern ist dieses Phänomen besonders ausgeprägt. Sie verstehen nur „schlimm“ und „weh“ und werden ängstlich.

Übrigens: Nicht alle Kinderbücher zu diesem Thema beachten diese Tatsache. Daher sehen wir zum Beispiel die Lektüre des Buches „Conni geht zum Zahnarzt“ sehr kritisch.

Eine Belohnung zu versprechen, wenn das Kind „tapfer“ ist, kann eine ähnliche Wirkung haben, denn das setzt voraus, dass etwas „Schlimmes“ auf es zukommt. Außerdem fühlt sich Ihr Kind dadurch möglicherweise unter Druck gesetzt.

Sollten Sie selber unter Angst vor Zahnärztinnen und -ärzten leiden, könnte es hilfreich sein, wenn der andere Elternteil oder eine sonstige Vertrauensperson Ihr Kind in unsere Praxis begleitet. Denn Ihr Kind spürt Ihre Angst und wird dadurch meist selbst nervös.

 

Viele Eltern meinen, dass Ihre Kinder ihre „guten“ oder „schlechten“ Zähne geerbt haben könnten. Diese Annahme ist wissenschaftlich nicht haltbar.

Zwar gehören Bakterien zur natürlich Mundflora. Doch die besonders aggressiven Karieserreger, Bakterien die für Löcher in den Zähnen verantwortlich sind, werden von einem Menschen auf den anderen übertragen – zumeist von den Eltern auf ihre Kinder. Indem Mütter und Väter zum Beispiel Schnuller ablecken und Babynahrung mit dem gleichen Löffel vorkosten, mit dem sie ihr Kind füttern, übertragen sie die Erreger.

Je nachdem welche Bakterienarten sich in der Mundflora Ihres Kindes eingenistet haben, ist es unterschiedlich anfällig für Karies. Mit einem Speicheltest überprüfen wir das individuelle Kariesrisiko und können unsere Vorsorgemaßnahmen darauf abstimmen. Denn auch ein hohes Kariesrisiko bedeutet nicht, dass ihr Kind zwangsläufig Karies entwickeln muss. Mit einer passenden Prophylaxe, guter Mundhygiene und zahngesunder Ernährung können wir das gemeinsam verhindern.

 

Zahnbakterien „verarbeiten" Zucker und stellen dabei die Säure her, die Löcher in die Zähne frisst. Wer Süßes isst, schafft daher einen idealen Nährboden für die Vermehrung der Erreger.

Die zentrale Regel für eine zahngesunde Ernährung lautet daher: Zucker in allen Arten – also auch Trauben- oder Fruchtzucker – möglichst vermeiden. Daher stehen nicht nur Bonbons, Gummi-Bärchen, Schokolade und Co. auf der schwarzen Liste der zahngesunden Ernährung. Auch süßes Gebäck, Trockenobst, gezuckerte Getränke, Limonaden, Eistee und Fruchtsäfte sind „Gift“ für die Zähne.

Soweit die Theorie: In der Praxis ist der komplette Verzicht auf Süßigkeiten eher unrealistisch. Daher ist folgende Regel sinnvoll: Süßes wird nur einmal am Tag gegessen bzw. getrunken. Anschließend putzen die Eltern mit dem Kind die Zähne, entfernen dadurch die „süßen“ Beläge und reduzieren so die Bakterien.

Vermeiden sollten Eltern, dass Ihre Töchter und Söhne über den Tag verteilt immer wieder naschen oder ständig zu einer Flasche mit einem gesüßten Getränk oder Fruchtsaft greifen. Denn das bedeutet einen „Dauerbeschuss“ für die Zähne. Dem Zahnschmelz lässt das kaum Zeit, sich zu regenerieren. Karieserreger haben frei Bahn.

Als Zwischenmahlzeiten eignen sich zum Beispiel folgende, für die Zähne unbedenkliche Snacks:

  • Obst (außer Banane)
  • Gemüse
  • Reiswaffeln (ohne Schokolade)
  • Grissini-Stangen
  • Weiße Brötchen
  • Croissants

Zum Trinken können Eltern ihren Kindern ungesüßten Tee und stilles oder kohlensäurehaltiges Wasser anbieten.

Als Mitglied der Aktion Zahnfreundlich e. V. möchten wir Ihnen die aktuellsten News zur zahnfreundlichen Ernährung nicht vorenthalten. Auf www.zahnmaennchen.de finden Sie hierzu viele hilfreiche Informationen. Es werden zudem Produkte vorgestellt, welche zu einer zahnfreundlichen Ernährung beitragen.

Kinder sind in der Regel bis ins neunte Lebensjahr hinein nicht in der Lage, ihre Zähne gründlich zu putzen und dabei alle Ecken des Gebisses zu erreichen. Daher ist es ratsam, dass Mütter bzw. Väter noch einmal nachputzen.

Am besten geht das, wenn das Kind liegt. Dann können die Eltern ihm gut in den Mund schauen und seine Zähne mit einer Kinderzahnbürste und einer Kinderzahncreme (jeweils Altersangabe auf der Packung beachten) zum Beispiel nach der KAI-Methode säubern.

KAI bedeutet: Zunächst auf den Kauflächen hin und her bürsten. Anschließend die Außenseiten der Zähne kreisend putzen bevor die Innenflächen vom Zahnfleisch aus über den Zahn streichend gereinigt werden.

Ideal wäre es, dreimal am Tag die Zähne zu putzen. Realistisch sind jedoch zwei Zahnputztermine: einer am Morgen und eine abends vor dem Zubettgehen. Mindestens bei einem davon sollte ein Elternteil helfen. Es reicht übrigens, wenn die Kinder überschüssige Zahncreme ausspucken. Nachspülen müssen sie nicht. Die im Mund verbleibenden Partikel schützen die Zähne.

 

Ja, denn Milchzähne sind in mehrfacher Hinsicht wichtig:

  • Sind Zähne infiziert, kann dies das Allgemeinbefinden eines Kindes erheblich beeinträchtigen und es zum Beispiel anfälliger für Infekte und Durchfälle machen.
  • Entzündungen an der Wurzelspitze eines Milchzahns können die Ursache für Verfärbungen und Missbildungen an dem darunter liegenden bleibenden Zahn sein.
  • Die bleibenden Zähne richten ihr Wachstum an der Position der Milchzähne aus. Fehlen diese, kann es zu Fehlstellungen kommen, die später mit einer Zahnspange korrigiert werden müssen.
  • Ein vorzeitiger Verlust von Scheidezähnen kann das Sprechenlernen beeinträchtigen. S- und Z-Laute sind schwer zu bilden und klingen unnatürlich.

 

Häufiges Nuckeln an einem Schnuller verändert das Gebiss. Es führt dazu, dass sich der Unterkiefer etwas nach vorne verlagert. Vielfach ist das ungünstig, in manchen Fällen jedoch auch erwünscht. Es kommt also auf das Gebiss Ihres Kindes an, ob wir zum "Schnullern" raten oder eine Entwöhnung empfehlen.

 

Viele Familien machen gute Erfahrungen mit einer sogenannten Schnullerstation: Sie verabreden mit ihrem Kind, dass es weiterhin seinen Schnuller nutzen darf – jedoch nur an einer bestimmten Stelle der Wohnung. Wählen Sie einen eher unattraktiven Ort und befestigen Sie den Schnuller dort. Wenn es Bedürfnis nach seinem Schnuller hat, kann ihr Kind dort hingehen. Das wird jedoch nach und nach immer seltener der Fall sein.

Die gemeinsame Lektüre von „Florentina, die Schnullerfee“, „Der Schnuller-Pirat“ oder einem anderen der zahlreichen Bücher zu diesem Thema kann den Entwöhnungsprozess unterstützen.

 

Viele Kinder akzeptieren ihre neue Zahnspange schnell und problemlos. Manche benötigen etwas Zeit, bis sie sich an das Tragen der Spange gewöhnt haben.

Dabei spielt auch Ihre Einstellung als Eltern eine Rolle. Hilfreich ist es, wenn Sie die Veränderung unaufgeregt annehmen und nicht unnötig problematisieren. Dann fällt es auch Ihrem Kind leichter, sich damit anzufreunden.

Es ist wichtig, dass Ihr Kind die Zahnspange regelmäßig trägt – so wie mit der Zahnärztin besprochen. Das sichert den Erfolg der Behandlung.

Ihr Kind ist dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen. Am besten, Sie überlegen sich, wie Sie das Einsetzen, Herausnehmen und Säubern der Spange so in Ihre täglichen Abläufe einbauen, dass Sie es nicht vergessen. Vielleicht helfen Ihnen Merkzettel. Oder Sie stellen die Spangendose so gut sichtbar auf, dass Sie sie nicht übersehen können.

Noch ein Praxistipp: Lassen Sie sich nicht auf Ausnahmen zu den Trage-Regeln ein. Jeden Tag tragen bedeutet wirklich jeden Tag. Bei älteren Kindern kommen Sie zudem schnell in Erklärungsnot, wenn an einem Tag eine Ausnahme zulässig ist und am nächsten Tag nicht.

Zur Behandlung mit einer Zahnspange gehört auch die regelmäßige Kontrolle in der Praxis Schlauzahn. Alle drei Monate benötigen Sie und ihr Kind dafür einen Termin bei uns. Sollte Ihr Kind signalisieren, dass die Spange drückt und das Tragen wehtut, vereinbaren Sie bitte sofort einen Kontrolltermin.

 

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